KWOG Kraftwerke Obergoms AG

Kraftwerk Gere

Nach langwierigen Verhandlungen mit den Umweltverbänden kann im Obergoms das Kraftwerk Gere gebaut werden. Die Kraftwerk Obergoms AG (KWOG) hat sich mit den Umweltverbänden WWF, Pro Natura und der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz auf ein Kraftwerkprojekt geeinigt, welches die Ansprüche der Stromproduktion mit denen des Naturschutzes unter einen Hut bringt. Während das Gerewasser für die Stromproduktion genutzt werden darf, ist das Gonerliwasser geschützt. Als Ersatzmassnahme für das Kraftwerk Gere verpflichtet sich die KWOG, die Goneri vor der Einmündung in die Rhone bei Oberwald aufzuwerten. Auf Basis dieser Vereinbarung hat der Walliser Staatsrat nun die Konzession zur Nutzung des Gerewassers genehmigt. Das Gerewasser wird oberhalb der Brücke im Gebiet Schärlichwang gefasst, in einem Stollen bis zum Portal „Griewald“ unterhalb des Hungerbergs geführt und von dort in einer Druckleitung bis zur Kraftwerkzentrale in Oberwald, die neben der Messstation der Landeshydrologie liegen wird. Das Kraftwerk Gere wird über eine Leistung von 6,25 MW verfügen und jährlich rund 22 GWh produzieren. Die EnAlpin AG wird für den Betrieb des künftigen Kraftwerks verantwortlich sein, während die KWOG als Besitzer und Bauherr figuriert.


Der Baubeginn ist in der zweiten Hälfte 2017 vorgesehen. Erfolgt alles planmässig, sollte das neue Kraftwerk nach zweieinhalbjähriger Bauzeit Anfang 2020 in Betrieb genommen werden können.